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Messtechnik für größte Nanofilteranlage

28, Februar 2012

HACH LANGE liefert die Messtechnik für eine der größten Nanofiltrationsanlage.

Das  Wasserwerk Voerde Löhnen stand im Jahr 2010 vor einem Problem:  „Aufgrund des Bergbaus im Wassergewinnungsgebiet Voerde / Löhnen, erwarteten Experten in kommenden Jahren Änderungen im  Strömungsverhalten des Grundwassers“, sagt Dirk Bittner von den Stadtwerken Dinslaken. Die Folge: Das Rheinuferfiltrat und organische Spurenstoffe könnten ins Rohwasser der Förderbrunnen gelangen.

Um dem vorzubeugen,  wurde in Zusammenarbeit mit Siemens Industry Solutions eine Nanofilteranlage auf dem neuesten Stand der Technik installiert. HACH LANGE lieferte dazu die Sensoren und Controller  für die Leitfähigkeits- Trübungs- und Chlor-Messungen.

„Wir sind schon seit Jharen sehr zufrieden mit unseren HACH LANGE  Geräten“, so Bittner. „Deshalb haben wir uns bei unserem großen Umbau auch wieder für HACH LANGE entschieden.“

Membran-Durchbrüche schnell erkennen
Die HACH LANGE Messtechnik ist in der neuen Nanofilteranlage zuständig für:

  • die Bestimmung des eingehenden Rohwassers
  • die Überwachung des Permeat-Ablaufs der beiden Filterstufen

Entscheidend für die Auswahl der Leitfähigkeits-Sensoren bei dieser Anwendung waren der robuste Aufbau, die einfache Handhabung und der zuverlässige, nahezu kalibrierfreie Dauerbetrieb. Besonders diese Geräteeigenschaften waren wichtig, weil durch diese kontinuierlichen Ablauf-Messungen Probleme wie Membran-Durchbrüche schnell erkannt werden. Das defekte Druckrohr lässt sich dann über eine Beprobungsstelle schnell identifizieren. So kann der Prozess stabil und kontrolliert laufen.

Schneller Überblick  über Messwerte
Die Nutzung unseres SC 1000 Controllers macht es dem Kunden möglich, von einem Ort aus alle fünf Leitfähigkeitsmesswerte zu überblicken. Mit diesem Universalcontroller könnten es sogar acht Mess-werte sein,  und in einem SC-Netzwerk noch weitaus mehr. Dazu kommen noch PROFIBUS-oder MODBUS TCP/IP-Schnittstellen, GPRS, Webserver und E-Mail-/SMS-Versand. Das ist nicht nur bequem, sondern spart auch Zeit und damit Geld.

Ein weiterer Vorteil:  Die einzelnen Prozesse lassen sich per Ethernet-Kommunikation steuern. Das heißt,  bei unbesetztem Wasserwerk werden Störungen zentral gemeldet. So kann sich  das Bereitschaftspersonal direkt von zu Hause auf die Anlage schalten und sie bedienen.  „Diese Technik ist sehr komfortabel und spart viel Zeit“, so Bittner. „Um einen Knopf zu drücken, musste ich früher eine halbe Stunde zum Werk fahren. Jetzt mach ich das einfach per Knopfdruck von zu Hause. Das dauert nur ein paar Minuten.“

Erfolgreiches Projekt
Seitdem die Anlage ans Netz ging, läuft sie zur vollsten Zufriedenheit des Kunden. Pro Stunde kann sie  1.100 m3 Wasser aufbereiten. Momentan durchströmt nur etwa die Hälfte des Wassers die Anlage. Wenn Rheinuferfiltrat die Förderbrunnen kontaminiert, wird vom Teillastbetrieb in die Vollaufbereitung geschaltet.

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